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Portrait Dr. med. univ. Daniel Pehböck, DESADr. Pehböck

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Schlafapnoe-Risiko (STOP-BANG)

Acht Fragen, kein Messgerät: eine Einschätzung, wie wahrscheinlich nächtliche Atemaussetzer hinter Ihrem Schnarchen oder Ihrer Tagesmüdigkeit stehen.

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1. Schnarchen Sie laut — lauter als Sprechen oder durch eine geschlossene Tür hörbar?

Wenn Sie es nicht wissen: Fragen Sie die Person, die neben Ihnen schläft. Selbst bemerkt man es meist nicht.

2. Fühlen Sie sich am Tag häufig müde, erschöpft oder schläfrig — auch nach einer ausreichend langen Nacht?
3. Hat jemand beobachtet, dass Sie im Schlaf aufhören zu atmen, nach Luft schnappen oder sich verschlucken?
4. Haben Sie Bluthochdruck oder werden Sie deswegen behandelt?
5. Ist Ihr Body-Mass-Index höher als 35?

Das entspricht zum Beispiel 102 kg bei 1,70 m. Wenn Sie ihn nicht kennen: unser BMI-Rechner sagt es Ihnen in zehn Sekunden.

6. Sind Sie älter als 50 Jahre?
7. Ist Ihr Halsumfang größer als 40 cm?

Mit einem Maßband auf Höhe des Adamsapfels messen, locker anliegend.

8. Sind Sie männlich?

Männer sind häufiger betroffen. Bei Frauen steigt das Risiko nach der Menopause deutlich an — eine niedrige Punktzahl schließt eine Schlafapnoe deshalb nicht aus.

Noch 8 von 8 Fragen offen.

Die Auswertung findet in Ihrem Browser statt. Ihre Angaben werden weder übertragen noch gespeichert. Grundlage ist der STOP-BANG-Fragebogen nach Chung und Mitarbeitern.

Woher der Test kommt

Der STOP-BANG-Fragebogen wurde 2008 von Frances Chung und Mitarbeitern in Toronto entwickelt — und zwar in der Anästhesiologie. Gesucht wurden vor einer Operation jene Patient:innen, bei denen eine unerkannte Schlafapnoe das Risiko rund um die Narkose erhöht. Seither wird er breit als Screening eingesetzt, weil er ohne Gerät und ohne Laborwert auskommt.

Die acht Buchstaben stehen für die acht Merkmale: Schnarchen (Snoring), Müdigkeit am Tag (Tired), beobachtete Atemaussetzer (Observed), Bluthochdruck (Pressure), Body-Mass-Index über 35 (BMI), Alter über 50 (Age), Halsumfang über 40 cm (Neck) und männliches Geschlecht (Gender). Jedes Ja bringt einen Punkt.

Was der Test nicht kann

Er stellt keine Diagnose. Der Fragebogen ist bewusst empfindlich gebaut: Ab drei Punkten wird eine relevante Schlafapnoe nur selten übersehen — im Gegenzug haben viele mit erhöhter Punktzahl keine. Sicherheit gibt nur die Messung der Nacht, entweder als Polygraphie zu Hause oder als Polysomnographie im Schlaflabor. Der Test sagt also nicht, ob Sie eine Schlafapnoe haben, sondern ob sich die Messung lohnt.

Umgekehrt schließt eine niedrige Punktzahl eine Schlafstörung nicht aus. Wer schlecht schläft, aber nicht schnarcht, hat möglicherweise eine Insomnie, unruhige Beine, einen verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus oder eine körperliche Ursache wie eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder einen Eisenmangel. Diese Wege führt der Fragebogen nicht ab — ein Gespräch schon.

Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: Wer am Steuer oder bei der Arbeit unfreiwillig einschläft, sollte damit nicht auf den nächsten freien Termin warten. Bis die Ursache geklärt ist, ist beim Autofahren Zurückhaltung geboten.

Ein Rechenergebnis ist keine Diagnose. Es ersetzt weder Untersuchung noch ärztliche Beratung und sagt nichts darüber, ob und welche Behandlung in Ihrer Situation sinnvoll ist.

Sie möchten das ärztlich einordnen lassen?

Im Erstgespräch sehen wir uns Vorgeschichte, Befunde und Ihre Situation gemeinsam an und besprechen, welche Schritte sinnvoll sind.