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Leistung

Schlafstörungen und Schlafapnoe

Ärztliche Abklärung bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Schnarchen mit Atemaussetzern und anhaltender Tagesmüdigkeit — Schlafanamnese, Screening-Fragebögen, Labordiagnostik und, wo nötig, der Weg in die schlafmedizinische Diagnostik.

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Schlecht schlafen ist keine Bagatelle. Schlafmangel hält Schmerzen aufrecht, senkt die Schwelle für Migräneattacken, verschiebt Hunger- und Sättigungshormone und erhöht über Jahre das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Diabetes mellitus Typ 2. Hinter demselben Satz — ich schlafe schlecht — stehen dabei sehr verschiedene Ursachen: eine Insomnie, nächtliche Atemaussetzer, unruhige Beine, ein verschobener Tag-Nacht-Rhythmus bei Schichtarbeit, Schmerzen, Medikamente oder eine Schilddrüsenfunktionsstörung. Der erste Schritt ist deshalb keine Tablette, sondern eine Einordnung.

Auch als Online-Sprechstunde möglich. Das Erstgespräch können Sie wahlweise in der Ordination oder per Video von zu Hause führen — die Wahl treffen Sie bei der Terminbuchung. Ob eine Untersuchung vor Ort nötig ist, besprechen wir gemeinsam.

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Den Anfang macht eine strukturierte Schlafanamnese: Wann gehen Sie zu Bett, wie lange dauert das Einschlafen, wie oft und wann wachen Sie auf, wie fühlt sich der Morgen an, was passiert am Wochenende und im Urlaub. Dazu Medikamente, Koffein, Alkohol, Nikotin, Bildschirmzeit, Schichtdienst und — fast immer aufschlussreich — was die Person im Nebenbett berichtet. Schnarchen und beobachtete Atemaussetzer bemerkt man selbst in der Regel nicht. Ergänzend verwenden wir etablierte Fragebögen zu Tagesschläfrigkeit, Apnoe-Risiko und Schweregrad einer Insomnie, und Sie bekommen ein Schlaf-Wach-Protokoll für zwei Wochen mit: Die Erinnerung an eine Nacht täuscht, eine Aufzeichnung nicht.

Zur Untersuchung gehört die Beurteilung der oberen Atemwege — Nasenatmung, Rachenraum, Mandeln, Zungengrund, Kieferstellung, Halsumfang — dazu Blutdruck, Gewicht, Bauchumfang und auf Wunsch eine Messung der Körperzusammensetzung. Als Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin ist die Einschätzung von Atemweg und Schlafapnoe-Risiko mein tägliches Handwerk: Vor jeder Narkose gehört genau diese Frage zur Vorbereitung, und die verbreiteten Screening-Instrumente für die obstruktive Schlafapnoe stammen aus der Anästhesie. Das ist auch der Grund, warum eine Abklärung vor einer geplanten Operation sinnvoll ist: Eine unerkannte Schlafapnoe erhöht das Risiko rund um eine Narkose.

Was in der Ordination nicht stattfindet, ist die apparative Messung der Nacht. Eine Polygraphie oder eine Polysomnographie im Schlaflabor veranlassen wir bei entsprechendem Verdacht per Zuweisung — das Ergebnis besprechen wir danach gemeinsam, samt dem, was daraus für Begleiterkrankungen, Gewicht, Medikamente und den Alltag folgt. Eine Überdrucktherapie mit Atemmaske wird im Schlaflabor eingeleitet und eingestellt; die Ordination begleitet, was daneben zur Behandlung gehört.

Bei einer Insomnie — Einschlafen dauert lange, der Schlaf ist zerstückelt, der Tag leidet darunter — ist die erste Empfehlung keine Medikation. Am besten belegt ist ein verhaltensorientiertes Vorgehen: feste Aufstehzeit, Bettzeit auf die tatsächliche Schlafdauer begrenzen, das Bett wieder mit Schlaf verknüpfen statt mit Wachliegen, Umgang mit dem nächtlichen Gedankenkreisen. Die wesentlichen Schritte erklären wir im Gespräch und Sie bekommen sie schriftlich mit; reicht das nicht, stellen wir die Verbindung zu einer kognitiven Verhaltenstherapie der Insomnie her. Schlafmittel können eine schwierige Phase überbrücken, sind aber kein Dauerplan — bei längerer Einnahme lässt die Wirkung nach und es entsteht Abhängigkeit. Wer schon lange welche nimmt und davon wegkommen möchte, findet hier ein begleitetes, schrittweises Vorgehen.

Schlafstörungen haben oft eine Ursache, die sich behandeln lässt, wenn man sie findet. Deshalb gehört eine Labordiagnostik dazu: Schilddrüsenfunktion, Eisenstatus einschließlich Ferritin (ein niedriger Wert verstärkt unruhige Beine), Blutbild, Blutzucker und HbA1c, Leber- und Nierenwerte, Vitamin D, bei entsprechender Konstellation ein Hormonstatus. Ebenso systematisch sehen wir die Medikamentenliste durch: Einige Präparate stören den Schlaf, andere machen am Tag müde, und beides lässt sich häufig durch Wahl oder Einnahmezeitpunkt verbessern. Bei chronischen Schmerzen gehört die nächtliche Schmerzkontrolle zum Schlafplan — wer vor Schmerzen aufwacht, braucht keinen Schlafratgeber.

Was in der Ordination möglich ist

  • Strukturierte Schlafanamnese samt Fremdanamnese (Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer, unruhige Beine)
  • Etablierte Screening-Fragebögen: Tagesschläfrigkeit, Risiko für eine obstruktive Schlafapnoe, Schweregrad einer Insomnie
  • Schlaf-Wach-Protokoll über zwei Wochen, mit Auswertung in der Befundbesprechung
  • Klinische Beurteilung der oberen Atemwege, des Halsumfangs und der Kieferstellung
  • Blutdruck, Gewicht, Bauchumfang, auf Wunsch Messung der Körperzusammensetzung
  • Labordiagnostik: Schilddrüse, Eisenstatus und Ferritin, Blutbild, Blutzucker und HbA1c, Leber- und Nierenwerte, Vitamin D, bei Bedarf Hormonstatus
  • Durchsicht der Medikamente auf schlafstörende und müde machende Wirkungen
  • Verhaltensorientierter Schlafplan, schriftlich zum Mitnehmen
  • Begleiteter Ausstieg aus einer länger bestehenden Schlafmittel-Einnahme
  • Abklärung vor einer geplanten Operation bei Schnarchen oder Verdacht auf Schlafapnoe
  • Zuweisung zur Polygraphie oder ins Schlaflabor, zur Lungenfachärztin oder zum Lungenfacharzt, in die HNO (Nasenatmung, Mandeln), in die Neurologie (unruhige Beine, Verdacht auf Narkolepsie) oder in die Zahnmedizin (Unterkieferschiene)
  • Bei Zähneknirschen in der Nacht: Aufbissschiene über die Zahnmedizin, bei Bedarf zusätzlich eine gezielte Injektionsbehandlung der Kaumuskulatur
  • Verzahnung mit Schmerz-, Migräne-, Ernährungs- und Gewichtsmedizin

Auf einen Blick

  • Erstgespräch 50 Minuten mit strukturierter Schlafanamnese
  • Fragebögen zu Tagesschläfrigkeit, Apnoe-Risiko und Insomnie
  • Beurteilung der Atemwege aus der Anästhesiologie
  • Keine Messung im Schlaflabor in der Ordination — Zuweisung, wo nötig
  • Labordiagnostik auf behandelbare Ursachen
  • Wahlarztleistung mit Honorarnote

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

  • Einschlafen dauert regelmäßig länger als eine halbe Stunde, oder nächtliches Wachliegen über Wochen
  • Schnarchen, vor allem mit beobachteten Atemaussetzern oder nächtlichem Luftschnappen
  • Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme, Einschlafneigung bei monotonen Tätigkeiten — besonders am Steuer
  • Morgendlicher Kopfschmerz, trockener Mund, nächtliches Schwitzen, häufiges Wasserlassen in der Nacht
  • Bluthochdruck, der sich schwer einstellen lässt, Vorhofflimmern, Typ-2-Diabetes oder Adipositas
  • Unruhige Beine mit Bewegungsdrang am Abend oder in der Nacht
  • Schichtarbeit oder ein dauerhaft verschobener Tag-Nacht-Rhythmus
  • Chronische Schmerzen oder Migräne, die den Schlaf zerreißen — oder ein schlechter Schlaf, der die Attacken häufiger macht
  • Geplante Operation bei Schnarchen oder Verdacht auf eine Schlafapnoe
  • Seit Monaten oder Jahren eingenommene Schlafmittel und der Wunsch, davon wegzukommen

Ablauf

  • 1Erstgespräch 50 Minuten: Schlafanamnese, Fremdanamnese, Fragebögen, Medikamente, Untersuchung mit Beurteilung der Atemwege, Blutdruck und Maße
  • 2Schlaf-Wach-Protokoll für zwei Wochen zum Mitnehmen
  • 3Labordiagnostik, wo eine behandelbare Ursache in Frage kommt
  • 4Befundbesprechung: Einordnung, schriftlicher Plan — verhaltensorientierte Schritte zuerst
  • 5Bei Verdacht auf eine schlafbezogene Atmungsstörung Zuweisung zur Polygraphie oder ins Schlaflabor; bei anderen Verdachtsdiagnosen in das jeweils zuständige Fach
  • 6Folgeordination 30 Minuten: prüfen, was gewirkt hat, Plan anpassen, Medikation nach Möglichkeit reduzieren

Wichtige Hinweise

  • In der Ordination findet keine apparative Schlafmessung statt. Polygraphie und Polysomnographie laufen über eine Zuweisung; die Befundbesprechung und die weitere Begleitung übernehmen wir.
  • Eine Überdrucktherapie mit Atemmaske wird im Schlaflabor eingeleitet und eingestellt. Parallel dazu sind Gewicht, Nasenatmung, Alkohol am Abend und die Medikamentenauswahl Teil der Behandlung.
  • Wer am Steuer oder bei der Arbeit unfreiwillig einschläft, braucht eine rasche Abklärung. Bis die Ursache geklärt ist, ist beim Autofahren Zurückhaltung geboten — ungeklärte Tagesschläfrigkeit berührt auch die Fahreignung.
  • Schlafmittel werden nicht als Dauertherapie verordnet. Sie können eine Phase überbrücken; bei längerer Einnahme lässt die Wirkung nach, das Sturzrisiko steigt und es entsteht Abhängigkeit.
  • Steht eine psychische Erkrankung hinter dem gestörten Schlaf — häufig sind Depression und Angsterkrankungen — gehört deren Behandlung dazu, in Zusammenarbeit mit Psychiatrie oder Psychotherapie.
  • Wirkung und Verlauf sind individuell verschieden; eine Erfolgsgarantie kann es nicht geben. Ein erholsamer Schlaf lässt sich nicht verordnen, aber die Bedingungen dafür lassen sich verbessern.
  • Bei plötzlich auftretender Atemnot in der Nacht, Brustschmerz oder Bewusstseinsstörung gilt nicht die Terminbuchung, sondern 144.

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Wahlarztordination — für Patient:innen aller Krankenkassen. Es besteht kein Kassenvertrag: Sie erhalten eine Honorarnote, bezahlen diese direkt und können sie bei ÖGK, SVS, BVAEB oder Ihrer KFA zur teilweisen Rückerstattung einreichen. Wie hoch der erstattete Anteil ist, legt Ihre Krankenkasse fest.

Labor. Die Analysen übernimmt bei medizinischer Indikation ein Tiroler Partnerlabor und rechnet sie mit Ihrer Krankenkasse ab. Über die Honorarnote der Ordination laufen die Blutabnahme, die Beratung und die ärztliche Interpretation des Befundes — samt schriftlichem Patientenbrief in verständlicher Sprache.